Der richtige Erntezeitpunkt ist entscheidend für Qualität und Wirtschaftlichkeit. Zu frühe Ernte bedeutet höhere Trocknungskosten beim Körnermais oder schlechtere Silagequalität; zu späte Ernte erhöht das Lagerungsrisiko und Feldverluste.
Silomais: Teigreife als Zielgröße Silomais sollte bei einem Trockenmassegehalt von 30 – 35 % geerntet werden. Dies entspricht dem Stadium der späten Teigreife bis frühen Vollreife (BBCH 83 – 87). Praktisch prüfbar: Der Milchstreifen am Korn ist auf 1/3 bis 1/4 zurückgegangen. Zu frühe Ernte (unter 28 % TM) führt zu Sickersaftverlusten; zu späte Ernte (über 38 % TM) verschlechtert die Verdichtbarkeit.
Körnermais: Schwarzschichtbildung abwarten Körnermais ist erntereif, wenn sich die schwarze Schicht (Black Layer) am Kornansatz gebildet hat und der Wassergehalt unter 35 % liegt. Wirtschaftlich optimal ist eine Ernte bei 25–30 % Wassergehalt, um Trocknungskosten und Feldverluste zu balancieren.
Stay-Green und Erntefenster Sorten mit ausgeprägtem Stay-Green-Verhalten bieten ein deutlich längeres Erntefenster. Die Pflanze bleibt länger vital und grün, die Qualität bleibt stabil – auch wenn Wetter oder Maschinenkapazität eine verzögerte Ernte erzwingen. Dies ist besonders auf Betrieben mit großen Anbauflächen ein entscheidender Vorteil.
Unsere Sorten im Überblick
MEDUSA (RZ S 220 / K 230, mittelfrüh): Schnelles Dry-Down – reduziert Trocknungskosten bei Körnermais aktiv. TS-Gehalt 35,2 % bei optimaler Ernte. Frühe Abreife ermöglicht termingerechte Ernte auch in kühleren Regionen.
Praxistipp Messen Sie den TM-Gehalt im Bestand mit einer Schnellmethode (z. B. Mikrowelle), bevor Sie die Ernte einplanen. ROCKSTAR bietet durch sein Stay-Green-Verhalten die größte Planungsflexibilität bei der Ernteterminierung.
Fachinformationen der Breeding Company. Die persönliche Einordnung für Ihren Standort besprechen wir im Beratungsgespräch.



