Die Saattiefe ist eine der wichtigsten Stellschrauben für einen gleichmäßigen Feldaufgang beim Mais. Zu flach gesäter Mais keimt ungleichmäßig und ist anfällig für Vogelfraß; zu tief gesäter Mais benötigt länger bis zum Auflaufen und verbraucht mehr Keimenergie.
Optimale Saattiefe Für Mais gilt eine Saattiefe von 4 bis 6 cm als optimal. Auf leichten, sandigen Böden kann die Tiefe auf 5 – 6 cm erhöht werden, um Feuchtigkeit zu erschließen. Auf schweren, tonigen Böden empfiehlt sich eine flachere Ablage von 4–5 cm, da diese Böden langsamer erwärmen und die Keimung verzögern können.
Bodentemperatur als Leitgröße Entscheidend für den Saaterfolg ist weniger das Datum als die Bodentemperatur. Mais sollte erst gesät werden, wenn die Bodentemperatur in ca. 5 cm Tiefe (Saattiefe) stabil über 8 °C liegt – idealerweise 10 °C und mehr. Kalte, nasse Böden führen zu Keimverzögerungen und erhöhen das Risiko für Bodeninfektionen.
Gleichmäßigkeit entscheidend Wichtiger als die absolute Tiefe ist die Gleichmäßigkeit der Ablage. Schwankungen von mehr als 1 – 2 cm führen zu ungleichmäßigem Auflaufen und Ertragsverlusten durch Konkurrenz zwischen früh und spät aufgelaufenen Pflanzen. Moderne Einzelkornsämaschinen mit Druckrollen und Tiefenführung sichern eine präzise Ablage.
Unsere Sorten im Überblick
MEGALODON (RZ S 260/270 / K 265, mittelspät): Tiefes Wurzelsystem erschließt nach dem Auflaufen rasch tiefere Bodenschichten. Auf wärmeren Standorten mit sicherer Keimbettbereitung ideal.
Praxistipp Kontrollieren Sie nach der Saat stichprobenartig die Ablagetiefe, indem Sie einige Körner freilegen. Ziel: alle Körner auf gleicher Tiefe, gut im feuchten Saatbett. Bei MEDUSA und ROCKSTAR: auch bei leicht kühlem Boden (ab 8 °C) sicherer Aufgang möglich.
Fachinformationen der Breeding Company. Die persönliche Einordnung für Ihren Standort besprechen wir im Beratungsgespräch.



